Wir suchen für unser Büro in Berlin eine*n erfahrene*n Referent*in für Aarhus-Rechte und Advocacy.
Die Einstellung wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt angestrebt. Der Arbeitsort ist Berlin mit der Möglichkeit zum Homeoffice. Die Arbeitszeit beträgt 30 Stunden in der Woche.
Der Arbeitsbereich und Deine Aufgaben:
Ziel des Arbeitsbereiches „Starke Umweltdemokratie“ ist, dass das Umweltrecht vollzogen wird, denn es gibt umfassende Information- und Beteiligungsrechte und breiten Zugang zu Gericht. Diese Rechte werden gesellschaftlich geschätzt.
Die legislativen Angriffe auf die bestehenden und lange für sicher gehaltenen Beteiligungsrechte (Informations-, Beteiligungs-, Klagerechte) der Zivilgesellschaft in Umweltfragen hören aktuell nicht auf. Daher wollen wir die bestehenden Rechte auf internationaler Ebene stärken (Aarhus-Konvention), und auf nationaler und europäischer Ebene mindestens erhalten, wenn nicht verbessern.
Dafür gilt es, Gesetzgebungsprozesse in Deutschland und Europa eng zu begleiten, juristisch zu analysieren und die politischen Akteure in Deutschland so zu informieren, dass sie die Relevanz dieser Rechte verstehen, anerkennen und sie sich positiv auch auf europäischer Ebene einbringen.
Neben juristischer Kompetenz benötigen wir daher verstärkt Advocacy-Fähigkeiten und -Erfahrung, um die Argumente an Abgeordnete, Ausschüsse und andere Fachgremien und politische Entscheidungsträger*innen zu bringen.
Konkret bedeutet das:
• Analyse von Gesetzesvorhaben mit Aarhus-Relevanz, z.B. aus der Föderalen Modernisierungsagenda und auf EU-Ebene
• Absprache mit Mitglieds- und Partnerorganisationen
• Verfassen von Stellungnahmen
• Ausbau unseres politischen Netzwerks zu Bundestagsabgeordneten, Mitarbeitenden der Ministerien und internationalen Gremien, z. B. dem ACCC
• Schriftliche und mündliche Überzeugungsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene
Dazu bringst Du mit:
• hohe ideelle Identifikation mit den Zielen von GLI
• juristische Ausbildung und sehr gutes Verständnis für völker- und europarechtliche Zusammenhänge und Gesetzgebungsprozesse auf nationaler und europäischer Ebene
• klares Verständnis für Beteiligungsrechte und Aarhus-Konvention
• Berufserfahrung in der juristischen Arbeit mit und Advocacyarbeit zu Bürger- und Menschenrechten
• Organisationsstärke und Begeisterung für selbstorganisierte Strukturen
Wir bieten Dir:
• ein spannendes und breites Aufgaben- und Themenportfolio
• ein inspirierendes und engagiertes Kollegium
• die Möglichkeit, Dich mit dem Team und dem Verein zu entwickeln und beides mitzugestalten
• eine Gehaltseinordnung als Referent*in mit vertiefter Expertise zwischen 46.600€ und 47.800 € (bei 30 Wochenstunden) je nach Qualifikation, Berufserfahrung und Selbständigkeit
• Zuschuss zu Mobilität
• eine zunächst auf zwei Jahre befristete Stelle mit der klaren Absicht zur Verlängerung
• einen Bürohund
Bitte richte Deine Bewerbung mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und Angaben zum frühestmöglichen Eintrittstermin in einer zusammenhängende pdf-Datei so bald wie möglich an [email protected].
Wir freuen uns über Bewerbungen, die Eure eigenen Gedanken und Persönlichkeit widerspiegeln und nicht die einer KI. Das erleichtert uns allen den Auswahlprozess.
Für Rückfragen steht Dir unsere Geschäftsführerin Henrike Lindemann unter [email protected] und unter der Rufnummer 030 235 97 79-61 gerne zur Verfügung.
Die ersten Bewerbungsgespräche sollen Anfang Oktober 2026 stattfinden.
Wir sind bestrebt, die Vielfalt unserer Gesellschaft in unserer Organisation abzubilden und ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld zu schaffen. Wir glauben an die Stärke divers aufgestellter Teams und freuen uns über Bewerbungen von Menschen, die uns mit vielfältigen Perspektiven und Erfahrungshorizonten bereichern. Wir begrüßen daher Bewerbungen von Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, insbesondere von Menschen mit Behinderungen und Menschen, die sich als Sinti*zze, Rom*nja, Schwarz, Person of Color, jüdisch, muslimisch, neurodivers oder Geflüchtete bezeichnen, sowie von trans- oder intergeschlechtlichen Personen und Hochschulabsolvent*innen der ersten Generation.